Familientherapie München: Rögelein Familienberatung in München

Systemische Familientherapie München

Familientherapie ist ein Teilbereich der systemischen Psychotherapie.

Immer mehr Familien stellen fest, dass das Familienleben nicht so romantisch ist wie erhofft, die Belastungen sind oft enorm, in vielen Familien regiert der tägliche Stress. Doch dieser chronische Stress kann krank machen.

Dysfunktionale Familienstrukturen oder Familiendynamiken können häufig zu verschiedenen Störungsbildern bei einzelnen Familienmitgliedern führen, die Ausdruck von Stress sind.

Es können dann Symptome auftreten, die zu sog. ADHS/ADS, Einnässen, Rückzug, schulischen Problemen, aber auch zu Ängsten, Depressionen, Essstörungen, Stresserkrankungen oder verschiedenen körperlichen Symptomen führen können.

Familientherapie greift mit professioneller Haltung in das Beziehungsleben einer Familie ein, um den Stress für eine ganze Familie oder einzelne Familienmitglieder zu reduzieren.

Familientherapie als Mittel gegen den Stress in Familien

Neuere wissenschaftliche Untersuchungen der Psychoneuroimmunologie an der Universität Innsbruck zeigen inzwischen, dass chronischer Beziehungsstress auch die Entstehung von Autoimmunerkrankungen mit chronischen Entzündungsreaktionen fördern kann, aber auch, dass z.B. Depressionen, Essstörungen, Bipolare Störungen oder Angsterkrankungen deutliche Besserungen zeigen können, wenn therapeutisch mit Beziehungssystemen und den Erfahrungen damit gearbeitet wird. Jeder von uns trägt diese Beziehungserfahrungen und die dazu passenden Verhaltensmuster in sich. Durch die Analyse und das Verstehen dieser Verhaltensmuster, können sie durch Lernerfahrungen mit der Zeit verändert werden.

Immer klarer wird das Bewusstsein für kindlichen Stress. Laut einem DAK Bericht gelten rund 25% der Kinder in Deutschland heute als verhaltens- und oder emotional auffällig.

Im Zusammenhang mit Essstörungen führt Heike Seifert auch systemische Ernährungstherapien durch.

Themenbereiche der Familientherapie München Schwabing:

Systemische Familientherapie mit erwachsenen Kindern

Es finden sich vermehrt ganze Familien in der Praxis ein, die einen neutralen Ort brauchen, um sich mit dem Erwachsen werden der Kinder auseinander zu setzen.

Häufig geht es dabei um das Auflösen alter Konflikte, ums Loslassen von den Eltern oder auch umgekehrt von den Kindern, aber auch immer öfter um die fehlende Fähigkeit junger Erwachsener, für sich selbst sorgen zu können (z.B. emotional, strukturell-organisatorisch oder materiell). Für alle Beteiligten kann das mit sehr viel Stress verbunden sein. Das Verstehen des eigenen Familienmodells und der Rollen hilft, neue Haltungen und neues Verhalten zu entwickeln und damit den neuen Lebensabschnitt aller Beteiligter einzuleiten.

Familientherapie wird aber auch immer stärker genutzt, wo es um erwachsene Geschwisterbeziehungen geht, um Erbfolgestreitereien, das Verstehen des immateriellen familiären Familienvermächtnisses oder für Generationsfragen.

Familientherapeuten als „Anwalt des Kindes“

Als systemische Familientherapeuten verstehen wir unsere Rolle auch als „Anwalt des Kindes“. Die Basis unserer Arbeit sind wissenschaftliche Erkenntnisse zur Bindungsforschung und Orientierung am Kindeswohl heißt daher: Die sichere Bindung des Kindes gewährleisten.

Dabei gilt es, Kindeswille von Kindeswohl unterscheiden zu lernen und eine erwachsene Haltung als Eltern entwickeln zu können, die Kinder für ihr gutes Gedeihen dringend brauchen. Aus diesem Grund ist für uns im Rahmen von Trennungen in erster Linie das sog. Wechselmodell maßgeblich, bei dem versucht wird, dem Kind so wenig wie möglich Loyalitätskonflikte und Gefühle des Verlassen werden zuzumuten und bei dem die Eltern unterstützt werden in ihrer Kooperationsfähigkeit trotz Trennung.

Anwälte für Familienrecht können ebenso hilfreich sein wie das Jugendamt oder Familiengericht als entscheidende Instanz. Die Aufgabe der Gestaltung der familiären Beziehungen nach einer Trennung liegt aber eindeutig bei den Eltern. Systemische Familientherapie unterstützt Sie dabei strukturiert, den Prozess zu gestalten.

„Neue Autorität“

Der „erlaubende (permissive) Erziehungsstil“ moderner Eltern geht oft mit ständigen und diffusen Schuldgefühlen bei diesen einher, so dass sie einen Anlass sehen, passiv zu bleiben und notwendigen (für das Kind oft frustrierenden) Entscheidungen aus dem Weg zu gehen und in der Folge von den Kindern erheblich unter Druck gesetzt werden können. Eltern können hier keine Führung mehr übernehmen oder übernehmen zu viel Führung, z.B. wenn sie in das für das Kind so wichtige freie Spiel aktiv eingreifen.

Dieser Erziehungs- und Beziehungsstil (häufig gekoppelt mit einer Art „Überfürsorge“) gilt heute als eine der wichtigsten Stressquellen in Familien, weil er oft mit wenig Struktur, aber mit viel Besorgtheit einher geht.

Im Elterncoaching arbeiten wir nach dem international bekannten wissenschaftlichen Konzept der Neuen Autorität nach Haim Omer („Stärke statt Macht“), bei dem Eltern lernen, erwachsene Präsenz zu zeigen und eine Haltung einzunehmen, Bündnisse zu schließen und ohne Gewalt ihre natürliche elterliche Autorität entwickeln und leben zu können, um Kindern einen „sicheren Hafen“ schaffen zu können. Das Konzept basiert auf dem gewaltlosen Widerstand und hilft Eltern, in eine zeitgemäße Form von Autorität zu finden.

Darüber hinaus sind wir geleitet von den Inspirationen des dänischen Familientherapeuten Jesper Juul sowie der Überzeugung:

Kinder brauchen erwachsene Erwachsene.

Die Praxis ist offen für alle Formen von Familie, denn Familie ist da, wo sich Menschen umeinander kümmern, unabhängig von ihrem Verwandtschaftsgrad.


Unter Praxisinformationen finden Sie weitere Informationen zu den Kosten unserer Praxis für Familientherapie, zur systemischen Ernährungsberatung, Jobcoaching und Paarberatung in München. Erfahren Sie mehr zu unserer Medientätigkeit oder informieren Sie sich weiter unter häufige Fragen und Antworten.